Die Idee

Lange bevor der Mensch ein Mensch war, hat er sich durch den Reichtum der Pflanzenwelt inspirieren lassen. Pflanzliche Formen und Themen ziehen sich durch Kunst und Kulturgeschichte, blühen immer wieder auf, wie eine Winde, die sich an einem Zaunpfahl dem Licht entgegenhangelt.

Die Üppigkeit der Pflanzenwelt bietet uns nicht nur die Nahrung, die unser Geist und unser Körper benötigen, um uns auf der Welt zu halten. Immer wieder lassen wir uns von den Farben und Düften von Kräutern, Blüten und Früchten dazu verleiten, an ihrem Rausch teilzuhaben und stets aufs Neue über ein bloßes Diesseits hinauszuwachsen.

Unsere Überzeugung ist es jedenfalls, dass die Trennung von Mensch und Natur eine restlos natürliche Fiktion ist. Ein Experimentierfeld, das wir dafür nutzen sollten, in einer dauernden, wiederkehrenden Hochzeit die Gestalten und Möglichkeiten einer wundersamen Gegenwart hervorzubringen.

 

Unsere Tränke sind ein Ausdruck der Symbiose und verstehen sich als Türöffner in bestimmte Bereiche dieser Gegenwart. Und als Möglichkeit, Einsichten über pflanzliche und organische Wirklichkeiten nicht bloß mündlich oder schriftlich, sondern auch sensitiv - symbolisch, olfaktorisch, geschmacklich, synästhetisch - zu teilen.